Welcher Sand kommt in den Sandkasten?

Damit alle eine Freude beim Buddeln und Graben haben, gehört der richtige Sand in einen Sandkasten. Doch welcher ist der Richtige, wodurch unterscheiden sie sich und was sollte man bei der Wahl wissen und berücksichtigen.

Die richtige Körnung

Ist der Sand zu fein und trocken, wird es nichts mit dem Burgen bauen oder Sandkuchen „backen“. Ist der Sand hingegen zu grob kann er zu Verletzungen, wie Hautabschürfungen, raue Hände oder kleinen Schnitten, führen – und unangenehm ist das Spielen auch.

Der ideale Sand für den heimischen Sandkasten hat eine Körnung zwischen 0,5 und 1,5 Millimetern. In Deutschland haben wir natürlich auch eine DIN-Norm für Spielsand (DIN 18034), demnach darf der Sand eine maximale Körnung von 2 Millimetern haben.

Die Farbe verrät viel über den Sand

Kurz gesagt: „Je gelber der Sand, desto größer ist der Lehm-/Tongehalt.“ Prinzipiell sagt der Lehmgehalt erstmal nichts über die Qualität des Sandes aus. Vielmehr hat es einen großen Einfluss auf die Konsistenz und die Möglichkeiten beim Spielen und Bauen.

Für die älteren Sandkasten-Baumeister ist der höhere Lehmanteil mit Sicherheit die bessere Wahl. Dieser Sand bietet der Kreativität durch die Formbarkeit größere Möglichkeiten.

Für die jüngeren Sandkasten-Forscher ist der „weiße“ Sand sicherlich die bessere Wahl. Bei den ersten Erfahrungen im Sand, wird sowieso zunächst mehr gestochert und geschaufelt und der Sand durch die Hände gerieselt. Dieser Sand wird meist als Spielsand verkauft.

Vorsicht bei sehr gelben Sand

Sollte der Sand eine sehr gelbe Farbe haben sieht er zwar sehr schön aus und ist meist sehr gut zu formen. Dies liegt an einem höheren Lehm- oder Tonanteil. Doch daraus ergeben sich auch verschiedene Nachteile. Zunächst ist zu beachten, dass dieser Sand unter Umständen gelbe Flecken in der Kleidung hinterlassen kann, welche sich nur schwer aus der Kleidung wieder entfernen lassen (wenn überhaupt).

Ein weiterer Nachteil gegenüber dem „weißen“ Sand ist die Entfernung nach dem Spielen. Weißer Sand lässt sich meist ganz einfach abklopfen oder rieselt von alleine von der Kleidung. Sand mit hohem Lehmanteil bleibt eher an Kleidungsstücken haften.

Weiß oder gelb – rein muss er sein!

Egal für welche Sandzusammensetzung sie sich entscheiden – die Reinheit des Sandes sollte gewährleistet sein. Verschiedene Anbieter bieten geprüften Sand und werben beispielsweise mit einem TÜV-Siegel. Dieser darf sich Qualitäts-Spielsand nennen und entspricht den Vorgaben für Kitas & Kindergärten.

Auch wenn wissenschaftliche Untersuchungen besagen, dass Kinder, die häufig im Sandkasten spielen, weniger mit Allergien zu „kämpfen“ haben, ist genauso nachgewiesen, dass stark verunreinigter Sand „krank machen“ kann. Eine regelmäßige Reinigung und Austausch ist also erforderlich.

Fazit

Die richtige Wahl des Sand ist abhängig von dem Spielverhalten Ihres Kindes.

Werden große Burgen gebaut und riesige Torten gebacken, dann sollte die Wahl auf einen feineren Sand mit einem gewissen Lehmgehalt fallen. Dann sollte der Kreativität keine Grenzen gesetzt sein. Die Nachteile haben wir beschrieben, können aber unter Umständen durch eine angepasste Sandkasten Kleidung minimiert werden.

Den Kleineren tut man vermutlich mit einem hellen Sand, dem typischen Spielsand, einen gefallen (den Eltern auch).